Mittwoch, 28. August 2013

Die Rückkehr des Sommermonsters

„Ein Loch ist im Eimer Karl Otto, Karl Otto
ein Loch ist im Eimer Karl Otto, ein Loch“

Es ist zwar kein Loch in einem Eimer, aber es war wohl wieder eines im Sommer. Das Sommerloch hat auch dieses Jahr wieder zugeschlagen. Und wie wurde es gestopft? Nein, nicht mit Stroh, sondern mit Lotti. Lotti, ist eine Schnappschildkröte oder auch Aligatorschildkröte, die sich angeblich in einem See in Bayern herum treibt. 

Wer denkt sich die Namen für diese Monster aus? Ich meine Lotti, klingt ja schon sehr gefährlich. Das ist doch kein Name für ein gefährliches Tier das Menschen beißt. So ein Vieh braucht doch einen Namen der alle in Angst und Schrecken versetzt. Aber nein, wie nennen wir es? LOTTI! So einer Bestie gebe ich doch einen grauenvollen Namen wie z. B. Angela oder so. Das ist eine echte Krankheit von uns Menschen. Ich glaub ja das ist ein Virus, der auch schon Buchautoren infiziert hat. Die nennen ihre Monster auch schon Edward und Jacob.

Jedes Jahr, bekommen wir ein neues Vieh, dass in unseren Landen sein unwesen treibt. Bär, Kuh, Kaiman, Krokodil und jetzt eine Schnappschildkröte. Wo kommen dieses Biester eigentlich immer her? Werden die heimlich gecastet? Und warum muss es ausgerechnet eine Schnappschildkröte sein? Da werden wir doch gleich wieder mit einem dämlichen Lied gefoltert – Schnappi Reloaded.

Was ich mich auch Frage, warum werden diese Untiere immer auf den Otto-Normal-Bürger losgelassen? Warum werden immer normale Menschen angegriffen? Wieso kann nicht mal jemand seine beiden Nashörner im bayrischen Landtag aussetzen, oder seine Giftspinnen im Kanzleramt frei lassen? Da geht wenigstens nichts kaputt und es gäbe nur minimalen Verlust, wenn überhaupt.

Am meisten erstaunt mich immer die Tatsache wie wir in Deutschland solche Tiere fangen wollen. Dies habe ich schon letztes Jahr bei der Suche nach dem Krokodil in einem Schwandorfer See bemerkt. Als erstes rückt da immer die Feuerwehr an. Dieses mal war es ja nicht anders. Auf der Jagd nach Lotti kamen sogar Spührhunde zum Einsatz. Das ist ja mit dem ersten Gedanken gar nicht schlecht. Bei genauerer Überlegung allerdings kommen mir da doch ein paar Zweifel. Wieso kann ein bayrischer Spührhund eine Aligatorschildkröte wittern? Wo hat er das gelernt? Besser gefragt wer hat ihm das beigebracht und warum? Ich meine, wer hatte die Idee oder hielt es für nötig, dass ein bayrischer Hund eine Aligatorschildkröte wittern können muss? Mit was rechnet man in Bayern?

Na vielleicht ist es nur ein Mitglied der Ninja Turtels, das hier Urlaub macht. Dann sollte man nur einfach den Pizzaboten verfolgen. Aber mal ehrlich, warum schicken wir in Fällen von gefährlichen Tieren die Feuerwehr an den Ort des Grauens? Das ist mir schon letztes Jahr beim Schwandorfer Krokodil aufgefallen. In was werden unsere Feuerwehrleute alles ausgebildet? Feuerlöschen, Bergung von Verletzten, Großwildjagd?

Ich hab es letztes Jahr schon gesagt und wenn es so weiter geht werde ich es wohl doch irgendwann mal ausprobieren. Ich rufe einfach mal mitten in der Nacht bei der Polizei an und sage denen, dass gleich auf den Feldern vor meiner Wohnung eine außerirdische Invasionsarmee gelandet ist oder meinetwegen das Alien. Bin mal gespannt was ich zur Antwort bekomme. Ich kann es mir ja schon denken was dabei raus kommt: „Keine Angst, bleiben Sie ruhig die Feuerwehr ist schon unterwegs!“ Na subber!

Samstag, 17. August 2013

Weil mich die Kartoffel ganz Banane macht

Samstag Abend 19:30 Uhr, der richtige Moment für mich um einen Supermarkt zu betreten. Für eine menschenscheue Person wie mich der beste Zeitpunkt. Außerdem ist die Auswahl meist so gering, dass man erstens nicht lange braucht und zweitens gar nicht die Möglichkeit hat übertrieben viel einzukaufen. Ganz klarer Vorteil, wenn man in der Finanzwelt gleich nach Griechenland erwähnt wird.

Was mir aber trotz Zeitmangel immer wieder auffällt sind die Bio-Produkte, insbesondere in den Obst- und Gemüseregalen. Habe mal wieder gedacht, hey Bananen wären doch eine super Idee. Jetzt bekommt man um diese Uhrzeit ja nur noch Bio-Bananen. Egal dachte ich mir und bewegte mich, mit Gedanken an meinen Finanzstatus, in einer Sirtaki ähnlichen Kreisbewegung um den Obststand herum zu den Bio-Bananen. Andere gab es es ja nicht mehr. Diese wahren noch zu genüge vorhanden, sahen auch gut aus, also schlug ich zu. Vier oder fünf Bio-Bananen verpackt in einer Folie. HÄ? BIO-BANANEN IN EINER PALSTIKFOLIE? Zu Testzwecken schaute ich bei den Bio-Katroffeln vorbei. Dort angekommen, riskierte ich einen verwegenen Blick zu den Erdäpfeln um zu erkennen, dass diese ebenfalls in einer Plastiktüte verpackt waren. Bio-Obst verpackt in Plastik. Also um das zu verstehen, müsst ihr erstmal genügend chemisch gedüngtes Obst futtern, sodass eine ausgewachsene Psychose entsteht um überhaupt an die Medikamente ran zukommen, die es euch erst ermöglichen dies begreifen zu können. Bio-Gemüse in Plastiktüten ist so ähnlich als wenn ich sagen würde: „Hey ich habe endlich das Rauchen aufgehört, aber ohne Koks hätte ich es nie geschafft.“

Also ich weiß nicht wer auf diese Idee kam und welchen Alkohol diese Menschen trinken. Aber ich denke, wenn dies Gruppe von Menschen auf Ouzo aus Griechenland umsteigen würden, könnten sie einen enormen Teil zur Bewältigung der griechischen Finanzkrise beitragen. Unter drei Flaschen Ouzo zum Frühstück können solche Ideen wohl nicht entstehen. Und der Level muss den ganzen Tag gehalten werden, sieben Tage in der Woche. Solche Menschen fahren nicht in Urlaub, die gehen auf Entgiftung.

Da mir das Thema jetzt so gar nicht aus dem Kopf ging, fiel mir ein, dass dies jetzt nur ein kleiner Supermarkt war und dass in größeren Märkten, wie EDEKA oder Marktkauf bestimmt auch Kartoffeln einzeln gekauft werden können, also lose und nicht in Plastik verpackt. Habe mich dann mal umgesehen und festgestellt, ja dies ist sehr wohl möglich in größeren Geschäften. Jetzt ist es aber eher unvorteilhaft Kartoffeln lose in den Einkaufswagen zu werfen um nicht zusagen schlichtweg doof. Insbesondere beim zahlen an der Kasse kann dies zur enormen Zeitverlust führen. Von dem dummen Gesicht der Verkäuferin will ich gar nicht sprechen, wenn sie jede Kartoffel einzeln wiegen und in die Kasse einscannen müsste. Dies würde wohl spätestens beim losen Verkauf von Bio-Erdnüssen auf Unverständnis auf Seiten des Personals führen. Also hat man sich hier nun auch Abhilfe geschaffen, in dem die Geschäfte in ihren Obst- und Gemüseabteilungen ein praktisches Hilfsmittel eingeführt haben. Angebracht auf Ständern, auf Rollen oder zusammengeheftet, hängen dort nun.......Plastiktüten in die ich meine Bio-Kartoffeln einpacken kann. Manchmal stößt sogar Alkohol an seine Grenzen.

Nach dieser Erfahrung lasse ich mir jetzt erstmal einen Termin bei einem Psychologen geben um an die besagten Medikamente ran zukommen und zur Sicherheit werde ich in den nächsten Supermarkt gehen und dort Sachen für mein Frühstück kaufen – drei bis vier Flaschen Ouzo, den gibt es nämlich nur in recyclingfähigen Glasflaschen.

Mittwoch, 7. August 2013

Kann man so sehen, muss man aber nicht

Wer mit einem Verstand bestraft wurde der meinem gleicht, der kennt das Problem, so sehr man sich auch anstrengt man kann diesen einfach nicht abstellen. Mein Hirn ist pausenlos am arbeiten und wer auf meiner Seite schon öfters herum geblättert hat weiß, dass meistens nur Unsinn dabei heraus kommt. Unter diesem Problem scheinen auch Politiker zu leiden. Bei mir ist das jetzt nicht weiter tragisch, trage ich in diesem Land keinerlei Verantwortung, bei den Politikern sieht es da schon anders aus. Deren geistigen Ausschuss müssen ca. 85 Millionen Menschen ausbaden und das nur in diesem Land.

Nehmen wir zum Beispiel die Partei der Grünen. Stichwort Veggie-Day. Vorweg, das positive daran, ist die Reaktion der Menschen auf diese, ich will mal sagen, hirnverbrande Idee. Wer hätte gedacht, dass Deutsche sich noch so über Politiker aufregen können und vehement gegen eine reine Idee protestieren? Ja, beim Schnitzel hört die Staatstreue auf. Man kann dem Deutschen die Autos weg nehmen, man kann ihn in die Altersarmut treiben, ihn für fünf Euro die Stunde beschäftigen, aber für sein Schnitzel wird er töten. Da ist Schluss mit lustig.

Wenn ich schon bei Spaß angekommen bin, schon mal diese lustige Hartz IV Broschüre gelesen?
Das Jobcenter Pinneberg, hat eine Art Ratgeber herausgegeben, die Hartz IV Empfängern Tipps zum sparen gibt. Dieser ist teilweise wie eine Art Geschichte geschrieben, die eine Familie begleitet, in der der Ehemann und Vater nun ALG II bezieht. Hier wird unter anderem zur fast fleischlosen Ernährung geraten, also sozusagen Veggie-Life, das Verkaufen von unnötigen Dingen wie Möbel die sinnlos auf dem Dachboden oder im Keller herumstehen, zum trinken von Leitungswasser usw.

Ich möchte an dieser Stelle den Pinnebergern ARGE Mitarbeitern nichts unterstellen, war bestimmt gut gemeint, aber sind sie hier doch mal so weit über dass Ziel hinausgeschossen, dass man glatt von einer Erdumrundung sprechen kann. Wer in diesem Land ein oder je nach Alter zwei Jahre Arbeitslosengeld eins bezogen hat und dann in Hartz IV fällt, der hat meistens schon nichts mehr. Er bekommt ja Harz IV eh erst, wenn sein Vermögen unter 3000 € gefallen ist. Er hat schon alles verloren was er sich angespart hat und nicht der Altersversorgung dient. Jetzt soll er auch noch Sachen verkaufen die ihm evtl. wichtig sind? Ganz davon abgesehen, dass bei den läppischen Mietpreisen heutzutage ja alle Hartz IV Empfänger bestimmt riesige Keller oder Dachböden haben wo sich ungeahnte Schätze verbergen.

Auch der Tipp mit dem Leitungswasser war bestimmt nicht böse gemeint. Da gibt es jetzt nur folgendes Problem. Eine fünfköpfige Familie braucht da schon mal den ein oder anderen Liter am Tag. Man nimmt eine durchschnittliche Ersparnis beim trinken von Leitungswasser statt Mineralwasser von 0,2 Cent pro Liter an. Bleiben wir bei der fünfköpfigen Familie. Man soll 3 - 4 Liter am Tag trinken. Nehmen wir also die drei Liter. Das wären in einem Monat mit 30 Tagen also 90 Liter. Dies nehmen wir mal 0,2 Cent Ersparnis, sind 18 Euro die eine Person gespart hat, bei 5 Personen sind es 90 Euro im Monat. Durch das glückliche Händchen unserer Politiker beim zerstören von Arbeitsplätzen nehmen wir an, dass er nun weiterhin ALG II bezieht und das ein ganzes Jahr lang. So rechnen wir die 90 Euro hoch auf zwölf Monate und kommen auf 1080 Euro.
Die Familie hat also 1080 Euro im Jahr gespart. Hat sie das wirklich? Nehmen wir nochmal die drei Liter am Tag pro Person. Das wären bei fünf Personen 15 Liter am Tag und bei durchschnittlich 30 Tagen im Monat 450 Liter im Monat. Das auf ein Jahr gerechnet wären 5400 Liter. 5400 Liter die die Familie nun am Jahresende mehr auf der Nebenkostenabrechnung im Wasserverbrauch hat. Und wer zahlt das jetzt? Da kommt evtl. in der Jahresendabrechnung der Nebenkosten eine nette Überraschung heraus, was evtl. dazu führen kann, dass diese sich erhöhen, was dann wiederum dazu führt, dass die netten Menschen von der ARGE der Familie mitteilt, dass ihre Wohnung zu teuer ist. Unter dem Gesichtspunkt super Tipp, oder?

Man könnte den Kindern der Familie auch den Tipp geben, in die Wohnungen der Nachbarschaft einzubrechen, die sich im Urlaub befindet und deren Leitungswasser zu trinken und deren Möbel und sonstiges zu verkaufen. Wenn sie nicht erwischt werden, ist die Gewinnspanne höher und wenn sie erwischt werden ist es auch nicht schlimm. In dem Fall kommt dann das Jugendamt, nimmt die Kinder den Eltern weg. Somit schrumpft die Familie auf zwei Personen und das mit dem Leitungswasser rechnet sich evtl. wieder. In diesem Zusammenhang fällt mir der "Gurkensalat scharf" der Firma Leis ein. Die hat gerade eine Rückrufaktion gestartet, weil sich in den Gläsern eben diesen Produktes Glasscherben befinden können. Hier könnte doch die ARGE Pinneberg nun aktiv werden und dafür sorgen, dass die zurückgerufenen Gläser nicht vernichtet werden, sondern an die Tafel in Pinneberg gegeben wird. Somit könnte man Familien, die nicht dafür geeignet sind in krimineller Absicht die Wohnungen der Nachbarn zu plündern, auch dezimieren. WIR SPAREN, KOSTE ES WAS ES WOLLE!

Wenn ich jetzt schon bei kriminell bin, möchte ich mich zum Schluss mal der deutschen Autoindustrie widmen. Es geht um die Reduzierung des CO2 Ausstoßes. Bei diesem Thema bebt die Automobilindustrie wie der normal Deutsche wenn man ihm sein Schnitzel weg nehmen will.
„Das kostet tausende von Arbeitsplätzen“, sagt da die Industrie.

Jetzt muss mir mal einer erklären, warum. Wenn ein Auto weniger CO2 produziert, verringert sich doch nicht die Anzahl der Mitarbeiter die ich brauche um eins zu bauen. Oder sehe ich das falsch?
Da ich mir sicher bin, dass ich das nicht falsch sehe, habe ich Nächte lang darüber gegrübelt.
Um den CO2 Ausstoß zu verringern gibt es eine einfache Lösung, ich verringere einfach die Höchstgeschwindigkeit. Einfache Rechnung, weniger Leistung, weniger Benzinverbrauch, weniger CO2. Das will aber niemand, weder in der Autoindustrie, noch die Mineralölgesellschaften und der Finanzminister schon gleich gar nicht. Ist klar, weniger Benzinverbrauch, ist weniger Benzinverkauf, ist weniger Öko- und Mehrwertsteuer. Der geringere Benzinverbrauch schmeckt auch den Mineralölgesellschaften nicht. Der Autoindustrie hingegen könnte das doch egal sein. Im Gegenteil, eine Gesellschaft die weniger Geld für Benzin und Steuern ausgeben muss, hat doch mehr Geld übrig um Autos zu kaufen.

Nun bleiben nur noch zwei Gesichtspunkte übrig. Entweder die deutschen Autofirmen können zwar Autos mit 200, 250, 300, 350 km/h Geschwindigkeit bauen, aber die verbauten Materialien und die Bauweise ist so schlecht, dass diese Autos dies gar nicht auf Dauer aushalten und deshalb früher kaputt gehen.
Das kann ich mir aber bei Mercedes, Audi, VW und BMW nun nicht richtig vorstellen.

Also bleibt nur der letzte Aspekt. Das wiederum würde auch den immer wiederkehrenden und zum scheitern verurteilten Versuch von Tempolimit 120 auf unseren Autobahnen erklären. Geringere Geschwindigkeit ist weniger gefährlich. Weniger gefährlich bedeutet weniger Unfälle. Weniger Unfälle bringen weniger Totalschäden mit sich und das wiederum heißt weniger neue Autos werden gebraucht. Das würde auch wieder die enormen Sicherheitsverbesserungen in unseren Autos erklären. Tote kaufen keine Autos!

Aber irgendwie fällt mir es schwer auch das anzunehmen. Weil um den tieferen Sinn dieser Annahme klar zu machen muss ich mit einem Vergleich arbeiten. Es wär nämlich dann das selbe, als wenn unser Finanzminister sich für ein Ende von Tempo 30 Zonen oder Schrittgeschwindigkeit vor Kindergärten, Schulen und in Spielstraßen aussprechen würden, weil dies zu längeren Zeiträumen auf die Auszahlung von Kindergeld führen könnte. Da aber noch nicht mal ich dies jemanden unterstellen möchte, soll sich da jeder selbst seine Meinung darüber bilden was nun der Grund dafür ist.



Montag, 5. August 2013

Fang den Hut in Afghanistan

Das Jahr 2014 nähert sich nun mit fast schon großen Schritten und damit der Abzug unserer Truppen aus Afghanistan. Der Einsatz mit dem schönen Namen „Enduring Freedom“ geht zu Ende.

Jetzt ist das so eine Sache mit diesem Einsatz gewesen. Die Meinungen darüber könnten verschiedener nicht sein. Es hat ja schon Jahre gedauert bis die Politik überhaupt erstmal von einem Krieg gesprochen hat. Man hat sich wohl dann aber darauf geeinigt, dass man es doch Krieg nennt. Mir ist zwar noch nicht klar, wie es die Politiker vorher nannten und warum sie nicht Krieg dazu sagen wollten – wie hätte man es denn sonst nennen sollen, wenn Soldaten mit Waffen auf andere Menschen mit Waffen schießen?

Das Hauptargument der Berliner Regierungsknilche lag wohl immer darin, dass unsere Soldaten nicht nur für den Kampf dort sind, sondern hauptsächlich zum Wiederaufbau und zur Schaffung einer funktionierenden Infrastruktur. Sie bauen da ja schließlich Schulen, Krankenhäuser, Straßen, Brücken usw. Da fragt man sich doch, warum man unsere Jungs und Mädels dort dann Soldaten nennt und nicht bewaffnete uniformierte Bauarbeiter? Bei Experten Meinungen wird auch immer der Generalinspekteur der Bundeswehr Generalbaumarschall äh ne, nur General Volker Wieker zum Interview geladen oder auch andere Offiziere, aber nie der Vorsitzende der deutschen Handwerkerinnung. Meinetwegen auch der Bastl Wastl oder Tine Wittler, jemanden der halt irgenwie und irgendwas mit dem Bau zu tun hat, aber doch keine Offiziere.

Was haben unsere uniformierten bewaffneten Handwerker nun da wirklich gemacht? Das mit der Wiederherstellung des Friedens usw. hat nun ja nicht ganz so gut geklappt. Ich glaube ja, das liegt an der falschen Strategie und der veralteten Aufstellung unserer Soldaten. Die deutschen Soldaten sind so aufgestellt, dass sie beim Krieg spielen wissen, da sind wir, da ist der böse Feind. Jetzt ist das aber so eine Sache mit den Spielen. Die werden lokal immer etwas anders gespielt.

Das deutsche Heer beispielsweise hat eine einfache Gliederung. Nehmen wir ein Bataillon.
Dieses besteht grundsätzlich aus einer Stabs- und Versorgungskompanie, 2 – 5 oder je nach Truppengattung und Heeresstruktur 6 Kampfkompanien. (Ihr werdet feststellen, dass in keiner dieser Bezeichnungen das Wort „Bau“ vorkommt.) Diese wiederum sind in Züge unterteilt. Mindestens zwei, meistens drei, manchmal sogar 4 Züge. Insgesamt umfasst eine Kompanie ca. 250 Handwerker Soldaten. Bei der Infanterie ist der Zug meisten in 3 bis 4 Gruppen unterteilt. Jeder dieser Gruppen hat in den meisten Fällen einen Maschinengewehrschützen, einen Panzerfaustschützen, Granatpistolenschützen und normale G36-Schützen. So gesehen könnte ein Zug mit 30 Soldaten, die gesamte ca. 15.000 Mann strake Virgina-Armee aus der Schlacht bei Gettysburg aufreiben und das innerhalb 10 Minuten, aber mit fünf bewaffneten Taliban tun sie sich schwer. Der gemeine Taliban ist nämlich ein echter Spielverderber. Der kommt nicht mit 15.000 Mann über ein freies Feld an mrschiert, der kommt meist gar nicht. Dieser kleine fiese hinterhältige "Ich-weiß-nicht was“ versteckt sich nämlich und frech wie er ist schießt er aus einer Deckung heraus. Na so ein Kammeradenschwein, keinen Sportsgeist. Da kommt die Bundeswehr mit dem Regelwerk von Mensch ärgere dich nicht und der Taliban spielt einfach Fang den Hut. Das geht nun wirklich nicht.

Jetzt ist es so in Afghanistan, dass die Taliban nicht immer zum abgesprochenen Termin zum spielen kommen. Unsere Jungs müssen sie erst suchen, finden sie aber meistens nicht. Dann aber denkt sich der Taliban, jetzt hab ich wieder mal Lust auf ne Runde Fang den Hut und besucht dann zu unseren Soldaten. Nun wird es lustig. Die Taliban mit dem runden Fang den Hut Spielbrett kommen von allen Seiten. Unsere Jungs reagieren dann etwas konfus. Es erinnert mich etwas an die alten Wild West Filme. Ein Wagentreck, unterwegs durch die Prärie, plötzlich tauchen ein paar Indianer auf und was macht der Treck? Genau er bildet eine Wagenburg, d. h. alle Wagen bilden einen Kreis und der Feind greift von allen Seiten an. Das ist natürlich jetzt doof, wenn der, der die Wagenburg macht nur die Regeln für Mensch ärger dich kennt und keine Ahnung von Fang den Hut besitzt. So, jetzt darf geraten werden, wer trotz unterlegener Feuerkraft nun einen Vorteil hat. Natürlich bilden die deutschen Soldaten nicht wirklich ein Wagenburg, aber sie gehen in Stellung und verteidigen sich in alle Richtungen. Ähnlichkeit besteht also durchaus. Mir muss mal einer erklären, warum deutsche Soldaten, also eine Einheit, sagen wir ein Zug, in einem Territorium, dass dem Feind bestens bekannt ist, ohne Unterstützung aus der Luft oder einer anderen Einheit operiert. Ich spring doch auch nicht blutend in ein Becken mit Haien die seit drei Tagen nichts zu fressen bekommen haben. Da schick ich doch vorher jemanden los, der die Viecher so lang füttert, dass denen schon schlecht wird wenn sie nur ans fressen denken.

Meine Theorie dazu ist ja die, dass solche Entscheidungen fallen, weil unsere Soldaten so starken Hunger leiden müssen. Da die Bundeswehr nicht nur in Afghanistan aktiv ist, sondern ca. 10.000 Mann mit Gerät weltweit im Einsatz hat, ist sie nach eigener Aussage logistisch völlig am Ende. Mehr Soldaten und Gerät können sie einfach nicht mehr versorgen. Wie bitte? Die Bundeswehr hat ca. 180.000 aktive Soldaten und ist beim Einsatz von 10.000 davon logistisch am Ende? So was darf man doch nicht laut sagen, sonst marschiert bald die kampferprobte Armee von Liechtenstein bei uns ein.

Ich stell mir gerade vor, wie es wäre wenn wir keine Soldaten im Ausland hätten und wir würden angegriffen. Da müssen wir doch in der Ausbildung unserer Soldaten ganz neue Wege gehen. Da wir nur 10.000 von ihnen im Einsatz versorgen können, müssen wir die Jungs und Mädels nicht nur mit Waffen und Munition ausstatten, sondern auch mit Kreditkarten. Eine völlig neue Art Soldat muss geschaffen werden, der Brotzeitholer. Der muss sich im Schutz von drei Kameraden zu der nächsten Metzgerei durchschlagen. Zwei davon gehen dann neben Fahrradständer und Buxbäumen in Stellung und geben Deckung, während der Brozeitholer-Soldat und einer seiner Beschützer in die Metzgerei gehen und 60 Leberkäswäkkla und 120 Capri-Sonnen organisieren. Zu Schluss fragt die Verkäuferin dann noch ob er eine Tüte braucht, darauf wird er dann aber wohl antworten: „Nä brauch ich net, hab doch mei Flecktarnbeutele dabei“, na aber a Scheible Gelbwurscht mochst scho, oder?

Freitag, 2. August 2013

Hurra, die 20000 sind da!


20.000. Das ist die Zahl, die mir in der Statistik meines Blogs angezeigt wird. So oft wurde nun meine Seite aufgerufen. Donnerwetter!

Für viele Blogger ist das jetzt nix besonderes, die haben diese Menge in einem Monat. In meinem Fall, einem „Möchtergern-Schreiberling“ und Aushilfsblogger, ist das aber eine enorme Zahl. Besonders wenn man bedenkt, dass ich mir keine Pflicht auferlegt habe ständig etwas neues zu schreiben. Das tue ich nur wenn ich Zeit und Lust habe und mir ein passendes Thema über den Weg läuft. Zugegeben, bei den ganzen Stimmen die ich im Kopf habe ist das Thema meist kein Problem, die Stimmung dazu aber schon. Stichwort manisch, mehr sog i net.

Für so einen Anlass, der ja doch schon die nationale Sicherheit betrifft, dachte ich mir, ich schreibe einen Eintrag im Form einer Oscar-Gewinner-Rede. (Ich hoffe mal das jeder Leser jetzt in Abendgarderobe vor dem Bildschirm sitzt!?!?) So machte ich mich ans Werk. Da tat sich schon das erste Problem auf. Wem alles sollte ich nun meinen Dank aussprechen? Den Stimmen in meinem Kopf? Den Protagonisten über die ich geschrieben habe? Der NSA, dem Super-Specialagent der ca. 40 Aufrufe pro Eintrag in meinem Blog gebraucht hat um zu verstehen, dass er hier nur völligen Unsinn liest? Somit habe ich diese Idee doch gleich wieder verworfen. Der Agent der NSA ist mir zu doof, die Menschen die beschrieben wurden haben es ja nicht freiwillig getan und all den Personen zu danken, die als Stimmen durch meinem Kopf flitzen hätte schlicht und einfach zu lange gedauert. Da wäre es einfacher gewesen das deutsche Steuerrecht auswendig zu lernen.

Ganz davon abgesehen, dass für einen Oscargewinner immer eine Laudatio gehalten wird. Die wiederum hätte einen Laudator/in benötigt. Wer hätte die denn halten/schreiben sollen? Diese/r muss doch auch irgendwie zu dem Laureat, also mir passen, aber jeder berühmte Psychopath ist ja bereits tot oder es handelt sich nur um eine fiktive Person. Mitglieder der Manson Familie? - tot. Kermit der Frosch? - fiktiv. Darth Vader? - fiktiv und tot. Jürgen Möllemann – mmhh FDP, bei den Umfrageergebnissen? Fiktiv und tot. Na alle sind sie nicht tot, es gibt schon noch einige, naja viele, aber wer möchte sich schon von einem deutschen Politiker „lobpreisen“ lassen? Da wäre ähnlich passend, als würde man Barack Obama den Friedensnobelpreis verleihen. Äh, ooops!

Ausländische Prominenz fällt ja nun Dank Frau Merkel eh aus. Man kann dieser Frau einiges vorwerfen, besonders dass sie nichts tut, aber eines muss man ihr lassen und dies hat sie auch ganz alleine geschafft. Bei den Menschen in Europa sind wir nun annähernd so bliebt wie seit ca. 70 Jahren nicht mehr. Insbesondere im südlichen Teil unseres Kontinents, die Menschen dort, ich möchte schon fast sagen, hassen uns ja schon wieder. Was ich nun wiederum schon fast irgendwie erheiternd finde. 68 Jahre nach dem Krieg ist Deutschland das führende Land in Europa, steht wirtschaftlich mit am besten da (noch!), mischt sich in ganz Europa und außerhalb in die Politik anderer Staaten ein, unsere Truppen sind auf der ganzen Welt verteilt (Afghanistan, Kosovo, Mallorca, Afrika usw.) und die Menschen im Ausland hassen uns wieder – wenn das der Führer noch erlebt hätte. Manchmal frage ich mich wirklich ob wir den Krieg tatsächlich verloren oder einfach nur die Strategie geändert haben? Sollen wir 2015 nun 70 Jahre Frieden oder 70 Jahre Guerillakrieg feiern? Den „Ällabätsch, wir haben euch 70 Jahre lang mal so richtig verschaukelt Tag!“ Das wäre doch mal ein ehrlicher Feiertag, oder?

Ganz im Gegenteil zu meinem kleinen Problem hier, wäre es bei diesem Ereignis bestimmt kein Problem einen passenden Laudator zu finden. Ich bin mir sicher, dass Thilo Sarrazin hierfür Zeit hätte. Im Notfall würde bestimmt auch Günter Grass einspringen. (Was gefeiert werden muss)

All dies hilft mir nun aber immer noch nicht dabei, meinen Blog (der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Abendland vor dem Untergang gerettet hat) und seine 20.000 Aufrufe richtig zu würdigen oder dies einfach nur zu feiern. Immerhin, ist mein Blog ja schon mal bei news.de erwähnt worden. Zugegeben, die Redakteurin Isabelle Wiedemeier hat ihn wohl nicht für gut befunden. Das Gegenteil war wohl eher der Fall, sie hat ihn als Negativbeispiel erwähnt, also meinen Weihnachtseintrag, aber immerhin.

Irgendetwas wird mir da aber schon einfallen um dieses kolossale Ereignis gebührend zu feiern und das werde ich dann auch spontan umsetzen bevor ich mich dann an noch größere Themen als meinen Blog heranwagen werde. Themen die die Grenzen unseres Sonnensystems bei weitem übertreffen werden, Themen, die in die Geschichte einfließen werden wie der mächtige Amazonas in den Chiemsee – jetzt aber muss ich erstmal Wäsche aufhängen.